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Schon lange spielte Florian mit dem Gedanken eine Kleidermarke aufzuziehen. Doch ohne das nötige Know-how und Kleingeld liess er dieses Projekt immer wieder links liegen. Bis er eines Tages Franz von Namuk kennen lernte.

Nach der Lehre wollte Florian erst einmal selbständig arbeiten. Er machte sich auf die Suche nach einem Arbeitsplatz, da er nicht von zuhause agieren wollte. In der nahegelegenen Schönau-Fabrik in Wetzikon ergab sich durch ein misslungenes Bauprojekt eine Zwischennutzung in Form eines Gemeinschaftsateliers. Hohe Räume, riesige Fläche, viel Licht und coole Leute: Nämlich Bauzeichner Marcel, zwei Künstler, eine Politikerin und eben Franz – das war die kunterbunt gemischte Ateliergemeinschaft. Franz ist Inhaber von Namuk, einer Kleidermarke, welche Funktionskleidung für Kinder produziert. Während seiner Zeit im Atelier erlebte Florian das Treiben im Kleiderbusiness dank ihm hautnah mit.

2014: Eröffnungsfeier des Gemeinschaftsateliers

Drei Jahre später bot Franz Florian an, Socken mit seiner neuen Namuk-Kollektion mitzubestellen. Nach kurzem Hin und Her und einem Blick aufs Bankkonto stimmte Florian zu.

Bei einem gemütlichen Abendessen warf Fabian dann den Namen Kimochi-ii in die Runde – dieser stiess sofort auf Anklang. Kimochi-ii kommt aus dem Japanischen und bedeutet «ein gutes Gefühl» oder «fühlt sich gut an» – genau wie sich die Socken anfühlen sollten.

Zusammen mit Fabian entwarf Florian ein Design für die Socken. Beide sind grosse Japan-Fans und abstrahierten deshalb das Wappen von Japan. Basierend auf 112 kleinen Quadraten entstand so der verpixelte Japanpunkt. Das passt super zum derzeitigen Asia-Trend in der Mode.

Das Problem mit den Quadraten

Als Laie liessen Florian und Fabian komplett ausser Acht, dass sich die Baumwolle beim anziehen der Socken verzieht. So platzierten sie das gestaltete Logo ohne Verzug in die Produktionsdaten. Als das erste Muster bei ihnen auf dem Tisch lag, sah der Japanpunkt super quadratisch aus. Als Florian dann den Socken überstülpte und in den Spiegel schaute, lief es ihm kalt den Rücken runter. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Der Japanpunkt war kein Quadrat mehr, sondern ein komisch verzogenes Rechteck.

Das erste Muster mit quadratischem Japanpunkt
Ist / Soll: Zählen der Nadelstiche im Photoshop
Finales Stickmuster (schwarz die zusätzlichen Stiche)

Was tun? Nicht verzagen Franz fragen. Er erklärte Florian am Telefon, dass es möglich ist, jeden einzelnen Nadelstich der Maschine zu definieren. So machte er sich an die mühselige Arbeit. Zuerst schoss er ein Foto vom Socken im getragenen Zustand. Danach öffnete er das Bild im Photoshop und platzierte das Kimochi-ii Logo auf das Foto. Dadurch konnte er die abweichenden Nadelstiche zählen, um den Verzug zu berechnen. Somit war das finale Druckfile nicht mehr das Kimochi-ii Logo sondern ein exaktes Abbild des Stickmusters.

Das zweite Muster der Socken passte schliesslich perfekt. Nun sieht das Logo auf dem ungetragenen Socken verzogen aus. Sobald man ihn anzieht, ist das Logo wie gewünscht quadratisch (sofern man gleich dicke Beine wie Florian hat).

Das finale Druckdokument
Der Verkauf

Fabian stellte mit WordPress innert kürzester Zeit einen Onlineshop auf die Beine. Die Socken sind fair in Portugal produziert, von bester Qualität und aus dicker Baumwolle. Sie eignen sich besonders gut für sportliche Aktivitäten oder lange Schlendereien durch grosse Städte. Wenn auch du ein Paar Kimochi-ii’s möchtest, bestelle jetzt auf kimochi-ii.ch.

Gusmo freut sich riesig über jede Bestellung 😍

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Ein Töff, ein Logo 🏍
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